Verfasst von: hebblog | 24. Juni, 2007

Kieler Woche

Wasser, Segelregatten, Maritimes eben. Die Kieler Woche wie man sie kennt. Nichts dergleichen gab es zu sehen für eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten an diesem Wochenende. Die sechs Herren (Christian, Kristian, Bernhard, Timo, Tobi und ich), eine Zusammenrottung aus Lüneburg und Hamburg findet verspätet den Weg zum größten nordeuropäischen Volksfest. Die größere Fraktion meint erstmal Gemütlichkeit bei einem amerikanischen Spezialitätenrestaurant walten lassen zu müssen, bevor man die wartente Abteilung auf einem Autobahnrastplatz ansteuert. Auch in Kiel ist die Wegfindung nicht optimal. Schließlich marschieren wir schwerbepackt im Gänsemarsch in eine Altbauwohnung, wo wir charmant empfangen werden. Das die Unterbringung aus Platzgründen schwierig ist und niemand so recht weiß, wo und wie er später nächtigen wird, interssiert nicht mal periphär. Wir wollen Gas geben.

Unsere erste Station ist ein Verbindungshaus. Einer unser Mitstreiter hat hier aus vormaligen Universitätszeiten eben diese Verbindungen, so dass ein kurzer Umtrunk eingenommen werden soll. Die Einrichtung, irgendwas zwischen Gaststätte, Vereinsheim und Jagdhütte und die Aufmachung der Anwesenden amüsieren mich. Egal, hauptsache der Alkohol fließt. Als wir schließlich an einer der Bühnen ankommen, ist der Pegel schon auf beachtlichem Niveau, die Sturmflut wird noch folgen, soviel ist sicher. Kristian wird die von mir mit Liebe zusammengemixte Wodka-Flasche entwendet, Empörung. Dennoch wird bierseelig mitgesungen zur obligatorischen deutschen Partymusik. Die Details verschwimmen mehr und mehr.

Die folgenden Stunden können in Kurzform abgehandelt werden. Wir ziehen weiter zur Eggerstedtstraße, die im Vorfeld reichlich glorifiziert wurde. Wir betreten wohl noch gemeinsam das gewählte Etablissement names Vinuyl, danach verlieren sich die Spuren der Gruppe zusehends. Die Feierlichkeiten sind ausgelassen, wir wandern mehrfach zwischen zwei Läden hin und her. Der Rückweg wird zur gekonnten Selbstinzenierung, wobei aus Selbstschutz hier keine weiteren Einzelheiten preiszugeben sind.

Gegen 7 Uhr kommen die letzten beiden Helden erschöpt am Ausgangspunkt wieder an. In der Behausung unserer freundlichen Gastgeberinnen mache ich noch Bekanntschaft mit allerlei Werkzeug, dass mir vor die Füße fällt, Hirschmedaillons aus dem Gefrierfach die ich unbedingt noch braten will und dem harten Untergrund, auf den es sich mehrfach verschlägt, weil ich in meinem schicken selbstaufblasenden Bett etwas rastlos bin. Kaum zur Ruhe gekommen, ermahnt uns Bernhard zur Abfahrt, Termine in Hamburg. Fazit: Wir kommen wieder…irgendwann.
p6230315.jpgp6230328.jpgp6240363.jpgp6240413.jpgp6240352.jpgp6230316.jpgp6230320.jpgp6230330.jpgp6240338.jpgp6240364.jpgp6240366.jpgp6240401.jpgp6240406.jpgp6240411.jpgp6240420.jpg


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