Im nahenden August planen zwei bekannte Hauptdarsteller eine neuerliche Voyage. Letztjährig gleichsam geschichtsträchtig und pauschaltouristisch im Land zwischen Okzident und Orient erfolgreich unterwegs, wird die Destination diesmal Barcelona heißen. Obgleich die Hauptstadt Kataloniens für uns noch unbekannt ist, sicherlich keine Reise ins Ungewisse. Picasso, Ramblas, Nou Camp – Stichworte zu einer Metropole, die keiner vorherigen Recherche bedürfen.
Doch ist die Absicht erklärt, müssen weitere Schritte folgen. Flug und Unterbringung gilt es zu organsieren, den pragmatischen Erfordernissen unserseits angepasst. Die Budgethöhe wird recht willkürlich festgelegt, gleichsam erklärt, dass man ja angemessen in guter zentraler und trotzdem ruhiger Lage zu nächtigen gedenkt. Es folgt ein virtueller Spießroutenlauf über Buchungsseiten im Internet. Nichts auf dieser Welt kam mir bisher derart ungeordent vor. Und wenn einer der Beteiligten partout nicht verstehen kann oder will, dass Zimmerpreise unabhängig von der Personenzahl anzusehen sind, rückt die Entscheidung in weite Ferne.
Um die grundsätzliche Deklaration aber zu untermauern, buchen die Kosmopoliten erst einmal den Flug. Die üblichen Verdächtigen der Flotte der Billigbomber werden ins Kalkül gezogen. Um von Hamburg aus entschweben zu können, fällt die Wahl zwangsläufig auf „Air Berlin“, der Name sagt es ja bereits. Für einen ansprechenden Preis trifft der Kredikartenbesitzer seine Wahl. Die erfolgreiche Fluglinie wartet aber mit einer Überraschung auf. Anstatt darüber zu wählen, ob man nicht gegen Aufpreis einen größeren Sitzabstand wünscht, wie es bei dem üblicherweise eher an Folterwerkzeuge anmutenten Interiör wohl wünschenswert gewesen wäre, wird uns ein gar schmackhaftes Angebot gemacht. An pappige Sandwiches gewohnt, obliegt es dem Gast hier eine Wahl über eine Reihe so genannter Gourmetessen zu fällen. Reflexartig fällt die Wahl auf’s obligatorische Frühstück nach durchzechten Nächten. Wir freuen uns auf den Rückflug.